Hallo. Hier istKototsuki Design.
Wenn man über die Erstellung oder Neugestaltung einer Website nachdenkt, legt man zwar großen Wert auf Fotos und die Farbgestaltung, doch bei der Wahl der Schriftart entscheidet man sich überraschenderweise oft „einfach so“.
Doch im Design sind Buchstaben nicht nur bloße Symbole. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des „Eindrucks“, den eine Marke vermittelt.
In diesem Beitrag spreche ich über die „Gestaltung des Eindrucks“ bei der Auswahl von Schriftarten – ein Thema, das sich nicht allein anhand der optischen Attraktivität beurteilen lässt.
Schriftarten sind ein „Eindruck“ der Website

Stellen Sie sich Folgendes vor:
Ein Rezeptionist in einem Luxushotel steht in einem makellos sitzenden Anzug da, doch die Schrift auf dem Begleitschreiben ist mit einem Filzstift hingekritzelt … Das würde die gesamte elegante Atmosphäre zunichte machen, nicht wahr?
Eine falsche Wahl der Schriftart führt genau zu diesem Effekt.
Eine Marke, die still und leise Vertrauen vermitteln möchte, hat jedoch eine rundliche, kindliche Schrift. Umgekehrt wirkt ein Dienst, dessen Verkaufsargument die Freundlichkeit ist, kalt, wenn die Schrift zu kantig ist. Erst wenn die „Botschaft, die vermittelt werden soll“ und der „Ausdruck der Schrift“ übereinstimmen, kommt die Botschaft der Marke beim Empfänger richtig an.
So wählen Sie die richtige Schriftart aus: Für wen und wie soll sie wirken?

Schriftarten und die „Atmosphäre“, die sie ausstrahlen
Jede Schriftart hat ihre eigene „Rolle“ und ihren eigenen „Charakter“. Schon allein die Kenntnis der fünf wichtigsten Kategorien macht es wesentlich einfacher, den Eindruck Ihrer Website zu steuern.
- Mincho-Schrift
Vertrauen, Tradition, Aufrichtigkeit. Ein eleganter Eindruck, als würde man mit geradem Rücken und höflich sprechen.
- Gothic-Schrift
: Modern, freundlich, rational. Eine fröhliche, klare und authentische Kraft. - Runde Gothic-Schrift:
Sanftheit, Geborgenheit, Kindlichkeit. Eine weiche, einhüllende Anmutung durch abgerundete Kanten. - Pinselschrift:
Leidenschaft, japanische Tradition, handwerkliches Können. Ein energiegeladener, kraftvoller Pinselstrich. - Design-Schriftarten: Einzigartige
Weltanschauung, Kunstfertigkeit. Ein Ausdruck voller Individualität, der auf den ersten Blick einen unverwechselbaren Eindruck hinterlässt.
Übersicht über den Eindruck verschiedener Schriftarten
Schriftartentyp | Hauptsächlicher Eindruck | Geeignete Websites |
Mincho-Schrift | Vertrauen, Tradition, Raffinesse, Emotionalität | Rechtswesen, Medizin, traditionsreiche Marken, Luxus-Ryokans, Schönheitspflege |
Gothic-Schrift | Modern, Freundlichkeit, Klarheit, Kraft | IT- und Webdienste, Karriereseiten, allgemeine Unternehmen, Nachrichten |
Runde Gothic-Schrift | Sanftheit, Vertrauen, Vertrautheit, Niedlichkeit | Bildung, Kinderbetreuung und Pflege, Handarbeit, Lebensmittel |
Pinselschrift | Japanische Tradition, Kraft, Handwerkskunst, Wärme | Gastronomie (japanische Küche, Ramen), traditionelles Handwerk, Sake |
Design | Individuell, künstlerisch, poppig, eigene Weltanschauung | Sonderseiten für Kampagnen, Bekleidung, Logodesign |
Design, das durch „Freundlichkeit“ auf die Zielgruppe eingeht
Design ist keine Selbstbefriedigung, sondern beginnt mit „Rücksichtnahme“ auf den Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms.
Für
die Zielgruppe ab 50 ist es eigentlich ziemlich rücksichtslos, eine zu schmale Schriftart nur deshalb zu wählen, weil sie „modisch“ ist. Es gilt, eine gleichbleibende Schriftstärke beizubehalten und eine Schrift zu bieten, die „mühelos und natürlich ins Auge fällt“.
Für die jüngere Zielgruppe ist
Lesbarkeit zwar eine Grundvoraussetzung, doch ist es auch sinnvoll, Schriftarten mit etwas ausgefalleneren Formen oder einer ganz eigenen Ausstrahlung den Vorzug zu geben.
Baumkuchen und Itokiri-Mochi – jeweils mit eigenem „Charakter“
Lassen Sie uns nun am Beispiel meiner Lieblingsspezialitäten den Eindruck von Schriftarten betrachten.
- Der Eindruck von „Itokiri-Mochi“: Die „Itokiri-Mochi“ mit ihren wunderschönen dreifarbigen Streifen, die seit langem
vor dem Tor des Taga-Großschreins beliebt sind. Dazu passt eine Mincho-Schrift, die einen würdevollen Pinselstrich vermittelt. Es sind „ruhige Buchstaben, bei denen man sich aufrichtet“, die Geschichte, Tradition und ausgefeilte Aufrichtigkeit ausstrahlen. - Der Eindruck des Baumkuchens von Club Harie Er vermittelt das Gefühl
handwerklicher Arbeit und wirkt zugleich modern und prächtig. Dazu passt eine helle, klare und warme Gothic-Schrift. Es sind „freundliche, beschwingte Schriftzeichen“, die die Aufregung beim Öffnen der Schachtel unterstreichen.
Was wäre, wenn diese beiden Schriftarten vertauscht wären? Sicherlich würden wir, noch bevor wir uns den Geschmack vorstellen könnten, unbewusst das Gefühl haben, dass „etwas nicht stimmt“.
Konkretes Beispiel: Webtaugliche Schriftarten und der „Eindruck“
Schriftarten wählt man nicht danach aus, „welche man verwendet“, sondern danach, „welchen Ausdruck man vermitteln möchte“. Nehmen wir als Beispiel die bei der Webgestaltung häufig verwendeten Google Fonts und lassen Sie uns drei typische Eindrücke zusammenfassen.
Schriftartname | Merkmale/Eindruck | Empfohlene Anwendungsfälle |
Eine neutrale, vertrauenswürdige Standardschriftart. Sie ist nicht zu auffällig und zeichnet sich durch hervorragende Lesbarkeit aus. | Für Unternehmenswebsites, Karriereseiten und andere Bereiche, in denen eine „missverständnisfreie Kommunikation“ wichtig ist. | |
Eine weiche, freundliche und einladende Schriftart. Die leicht abgerundeten Ecken mildern den strengen Eindruck. | Für Websites kleiner Unternehmen, lokale Dienstleister und andere Bereiche, in denen es darum geht, „Vertrauen“ zu vermitteln. | |
Eine Schrift mit viel Weißraum, die Ruhe und Eleganz ausstrahlt. Sie vereint die für Mincho-Schriften typische Eleganz mit moderner Leichtigkeit. | Für Branding-Websites, Dienstleistungen im höheren Preissegment und andere Designs, bei denen die „Atmosphäre“ im Vordergrund steht. |
Die „Strichstärke“ als Ausdruck des Markencharakters

„Ich mache sie dick, damit sie auffällt“ – das ist kein Design, sondern oft nur eine bloße „Hervorhebung“.
- Fette Schrift: Tradition, Solidität, Geborgenheit. Ein „kraftvoller Strich“, der fest in der Erde verwurzelt zu sein scheint.
- Dünne Schrift: Sauberkeit, Modernität, Feinheit, Raffinesse. Ein „klarer Strich“, der Intelligenz vermittelt.
Wie soll das eigene Unternehmen wahrgenommen werden? Ausgehend davon die Schriftstärke in 1-Pixel-Schritten auszuwählen, ist das Wesentliche der Gestaltung des Eindrucks.
Größe und Sprungverhältnis: Den „Rhythmus“ der Informationen gestalten
Der Größenunterschied zwischen den Schriftgrößen (Sprungverhältnis) bestimmt die „Härte und Weichheit“ der Informationen.
Ein Text, in dem alles gleich groß ist, wirkt wie eine monotone Aufzählung, und man erkennt nicht, was wichtig ist.
Mit großen Überschriften wird der Blick des Lesers gefesselt, während die Informationen in einer angemessenen Textgröße vermittelt werden. Dies ist nicht nur eine technische Fertigkeit, sondern auch die Gestaltung eines „Rhythmus der Gastfreundschaft“ für den Nutzer, der ein angenehmes Leseerlebnis schafft.
Zusammenfassung: Schrift ist eine „Sprache zur Gestaltung von Eindrücken“
Schriftarten bestimmen den Eindruck nicht für sich allein, sondern erst in Kombination mit Weißraum, Zeilenabstand und dem Farbton der Fotos entsteht ein einheitlicher Gesamteindruck.
Man muss zunächst die Mindestvoraussetzung der „Lesbarkeit“ erfüllen und dann nach dem darüber hinausgehenden „idealen Ausdruck“ suchen.
Schriftarten sind nicht bloße Dekoration, sondern der Entwurf selbst, der festlegt, „wie man wahrgenommen werden möchte“. Wenn man bei der Gestaltung diesen Punkt unklar lässt, wird die Website – egal wie schön sie auch sein mag – zu einer „Website, die ihre Botschaft nicht vermittelt“.
Vermittelt Ihre Website derzeit Ihre Botschaft mit dem gewünschten Erscheinungsbild?